1. Dreizehn "exotische" Bergsportarten
Stories
Verein
Stories
Verein
02.04.2025

Dreizehn "exotische" Bergsportarten

Der SAC hat sich seit 1863 immer weiterentwickelt - zum Glück; denn früher waren zum Beispiel nur Männer im Verein willkommen. Auch die Sportarten haben sich in den letzten Jahrhunderten gewandelt und es kamen viele neue Disziplinen dazu. Wir haben für euch die wichtigsten herausgepickt - die aber (noch) nicht beim SAC Uto im Programm sind.

Von Regula Wegmann

1. Canyoning

In der Schweiz gibt es viele spektakuläre Canyoning-Spots, vor allem im Tessin, Wallis und Graubünden. Besonders bekannt sind der Boggera-Canyon und der Iragna-Canyon. Viele Outdoor-Anbieter bieten geführte Touren für Anfänger und Profis an.

Wie betreibt man es?

  • Geführte Touren für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Man bewegt sich durch eine enge, oft rutschige und wasserführende Schlucht.
  • Die Tour kann technische Elemente wie Abseilstellen oder natürliche Wasserrutschen enthalten.

Ausrüstung:

  • Neoprenanzug (wegen der Wassertemperaturen)
  • Klettergurt mit Sicherungsseilen
  • Helm und wasserdichte Schuhe

Beste Orte in der Schweiz:

  • Boggera-Canyon (Tessin) – ideal für Einsteiger
  • Iragna-Canyon (Tessin) – für Abenteuerlustige
  • Viamala-Schlucht (Graubünden)

Ursprung: Canyoning (oder auch Canyoning oder Canyoneering in englischer Sprache) hat seinen Ursprung in den Alpen und besonders in den Gebirgen der Südschweiz und Frankreich, und seine moderne Form begann sich in den 1970er Jahren zu entwickeln. Der Begriff "Canyoning" beschreibt das Durchqueren von Canyons oder Schluchten und beinhaltet Aktivitäten wie Klettern, Abseilen, Schwimmen, Rutschen und Springen. Es geht dabei oft darum, durch enge, wasserführende Schluchten in unzugänglichem Gelände zu navigieren. Der Ursprung von Canyoning als Sport liegt in der Nutzung von Schluchten durch Bergsteiger und Geologen, die diese oft als natürliche Routen für Expeditionen und Forschungsreisen nutzten. In den 1950er und 1960er Jahren begannen sich Abenteuerlustige und Bergsportler, die natürlichen Wasserläufe und Gebirgsschluchten zu erkunden. Es war jedoch in den 1970er Jahren, als die moderne Praxis des Canyoning entstand, vor allem in der Schweiz und im französischen Vercors-Massiv, als Kletter- und Outdoor-Enthusiasten begannen, Schluchten systematisch zu begehen und die Techniken des Abseilens und Kletterns auf Schluchten anzuwenden.

2. Packrafting

Noch eher eine Nischensportart in der Schweiz, aber auf Flüssen wie der Aare, der Rhone oder im Engadin auf dem Inn gibt es spannende Touren. Auch Seen wie der Walensee oder der Brienzersee eignen sich gut für Packrafting-Abenteuer.

Wie betreibt man es?

  • Das Packraft wird auf dem Rücken transportiert und am Wasser aufgeblasen.
  • Je nach Route kann man auf ruhigen Seen paddeln oder Wildwasser befahren.

Ausrüstung:

  • Packraft (leicht & aufblasbar)
  • Paddel und Schwimmweste
  • Wasserdichte Rucksäcke

Beste Orte in der Schweiz:

  • Aare (Bern - Solothurn)
  • Inn (Engadin)
  • Rhone (Wallis)

Ursprung: Packrafting hat seinen Ursprung in den 1970er Jahren und wurde ursprünglich als leichte und tragbare Art des Raftings entwickelt, um abgelegene Flüsse in abgelegenen Gebirgsregionen zu befahren. Der Sport wurde vor allem von Abenteurern, Bergsteigern und Expeditionsteilnehmern ins Leben gerufen, die nach einem kompakten, leicht transportierbaren Boot suchten, das ihnen ermöglichte, Flüsse zu überqueren und abgelegene Gebirgstäler zu erkunden. Der Ursprung des modernen Packraftings wird häufig mit dem amerikanischen Abenteurer Roman Dial in Verbindung gebracht. In den frühen 1980er Jahren entwickelte Dial das erste Packraft, das leicht genug war, um es auf langen Wanderungen oder Expeditionen mitzunehmen und schnell aufzublasen, wenn ein Fluss oder Gewässer überquert werden musste. Zuvor wurden ähnliche, aber schwerere Boote verwendet, die nur für kurze Distanzen oder mit viel mehr Aufwand transportiert werden konnten.

3. Trailrunning

Die Schweiz ist ein Paradies für Trailrunner. Bekannte Events sind der Eiger Ultra Trail, der Matterhorn Ultraks oder der Swiss Irontrail. Die Alpen bieten unzählige Trails mit grandiosen Höhenmetern.

Wie betreibt man es?

  • Kombination aus Laufen und schnellem Gehen in steilem Gelände.
  • Oft mit einer speziellen Ausrüstung für lange Distanzen.

Ausrüstung:

  • Trailrunning-Schuhe mit gutem Grip
  • Laufrucksack mit Wasser und Snacks
  • Stöcke für steile Anstiege

Beste Orte & Events:

  • Eiger Ultra Trail
  • Matterhorn Ultraks
  • Swiss Irontrail

Ursprung: Historisch lässt sich Trailrunning bis zu den 1920er Jahren zurückverfolgen, als Bergläufe (z. B. Bergmarathons) in den Alpen und anderen Gebirgen durchgeführt wurden. Diese frühen Wettkämpfe hatten ähnliche Elemente wie das heutige Trailrunning, da sie in anspruchsvollem Gelände stattfanden und eine Mischung aus Laufen und Bergsteigen erforderten. Der Begriff "Trailrunning" selbst begann jedoch erst in den 1980er Jahren populär zu werden. Ein entscheidender Moment für die Entwicklung des modernen Trailrunnings war die Einführung des Western States 100-Mile Endurance Run im Jahr 1974 in Kalifornien, der als einer der ersten echten Ultramarathons auf Naturwegen gilt. Dieses Event war ein Meilenstein für den Sport, da es Trailrunning als ernsthaften Wettkampf etabliert und das Interesse an Langstreckenrennen in der Natur geweckt hat.

4. Paragliding

Gleitschirmfliegen ist in der Schweiz extrem populär. Hotspots sind Interlaken, Fiesch, Verbier und das Engadin. Auch die Jungfrauregion ist ein beliebtes Fluggebiet.

Wie betreibt man es?

  • Start erfolgt durch Anlaufen an einem Hang.
  • Der Pilot lenkt durch Gewichtsverlagerung und Bremsleinen.
  • Landung auf einer Wiese oder einem offiziellen Landeplatz.

Ausrüstung:

  • Gleitschirm
  • Gurtzeug
  • Helm und Variometer

Beste Orte in der Schweiz:

  • Interlaken (Harder Kulm, Schynige Platte)
  • Fiesch (Wallis)
  • Verbier & Engadin

5. Downhill-Mountainbiking

Bikeparks wie Lenzerheide, Verbier, Laax, Davos oder Portes du Soleil bieten anspruchsvolle Downhill-Strecken. Der UCI Mountainbike World Cup findet jährlich in Lenzerheide statt.

Wie betreibt man es?

  • Mit einer Bergbahn oder selbst auf den Gipfel fahren.
  • Fahrt auf Downhill-Strecken mit Wurzeln, Sprüngen und Anliegern.

Ausrüstung:

  • Downhill-Bike mit Vollfederung
  • Integralhelm und Protektoren

Beste Orte:

  • Lenzerheide Bikepark
  • Portes du Soleil
  • Davos Freeride-Trails

Ursprung: Die eigentliche Geburtsstunde des Downhill-Bikens als Sport kann auf die Anfänge der 1970er Jahre zurückgeführt werden, als sich die „Repack Races“ in Marin County, Kalifornien, etablierten. Diese Rennen, die auf holprigen, abenteuerlichen Abfahrten stattfanden, waren ein frühes Beispiel für den Downhill-Sport. Die Teilnehmer fuhren ihre neu entwickelten Mountainbikes, die robuster und für unwegsames Gelände geeignet waren, den Berg hinunter, wobei sie oft ohne professionelle Bremsen fuhren, was zu einem aufregenden und riskanten Erlebnis führte. In den 1980er Jahren begannen professionelle Fahrer und Teams, speziell konstruierte Downhill-Mountainbikes zu entwickeln, die für hohe Geschwindigkeiten und steile Abfahrten optimiert waren. Diese Bikes hatten robuste Rahmendesigns, stärkere Bremsen und speziell angepasste Federsysteme, die den extremen Anforderungen des Sports gerecht wurden.

6. Bergrollski (Skiroller)

Langläufer trainieren im Sommer mit Skirollern, besonders in Regionen wie Davos, Goms oder auf speziellen Strecken wie in Andermatt.

  • Laufen mit Skirollern auf flachen oder bergigen Strassen.
  • Kombination aus klassischer Technik oder Skating-Stil.

Beste Orte:

  • Davos
  • Goms
  • Andermatt

Ursprung: Der Bergrollski hat seinen Ursprung in den 1970er Jahren in Skandinavien, speziell in Schweden und Norwegen, als eine Innovation, um das Skilanglaufen auch in den Sommermonaten zu praktizieren und zu trainieren. Der Bergrollski entstand als eine Antwort auf die Frage, wie man das Skitraining ohne Schnee fortsetzen kann. Die ersten Rollski, die auf Asphalt oder anderen festen Oberflächen genutzt wurden, ähnelten im Wesentlichen klassischen Skiern, die auf Rollen montiert waren. Der Bergrollski als spezifische Variante war eine Weiterentwicklung des klassischen Rollskis, der dazu dient, auf steilen, bergigen Wegen zu fahren. Dabei wurde er so konstruiert, dass er sowohl auf hügeligem Terrain als auch bei wechselnden Oberflächenbedingungen effektiv genutzt werden kann.

7. Slacklining (Highlining)

In den Alpen gibt es beeindruckende Highline-Spots, z. B. in der Gastlosen-Region, im Berner Oberland oder auf dem Titlis. Veranstaltungen wie das Highline Meeting in Moleson ziehen Sportler aus ganz Europa an.

Beste Orte in der Schweiz:

  • Gastlosen-Region
  • Berner Oberland
  • Titlis

Ursprung: Slacklining hat seinen Ursprung in der Klettergemeinschaft der 1970er Jahre in den USA, insbesondere in Kalifornien. Die erste Form des Slacklinens wurde von Kletterern entwickelt, die nach einer Möglichkeit suchten, ihre Balance und Körperbeherrschung zu trainieren, während sie nicht auf den Felsen oder in den Bergen waren. Die Entstehung des Slacklinens wird häufig mit den Kletterern der Yosemite Valley-Szene in Verbindung gebracht, darunter die Kletterer Dean Potter und Adam Grosowsky. In den frühen 1970er Jahren experimentierten sie mit dem Balancieren auf einem spannen Seil zwischen Bäumen, das anfangs als "highlining" bezeichnet wurde, wenn es über grossen Höhen gespannt war. Diese ersten Slacklines waren einfach gespannte, ungesicherte Bänder, die zu Trainingszwecken verwendet wurden. Die Entwicklung des modernen Slacklining, bei dem das Seil eher wie ein flacher, elastischer Riemen (Slackline) verwendet wird, begann Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre, als Slackline-Pioniere wie Andy Lewis und Jason Paul das Slacklining populär machten und weiterentwickelten. Sie begannen, das Slacklining als eine eigenständige Sportart und Freizeitaktivität zu etablieren, bei der die Teilnehmer auf einem zwischen zwei Punkten gespannten, meist flachen Band balancieren.

8. Skijöring

Besonders in den Bündner Tälern oder im Engadin beliebt. Ein berühmtes Event ist das Skikjöring-Rennen beim White Turf St. Moritz, wo Pferde Rennskifahrer über den gefrorenen See ziehen.

Wie betreibt man es?

  • Skifahrer hält sich an einem Seil fest, das mit einem Pferd oder Hundegespann verbunden ist.
  • In Wettkämpfen erreichen Pferde hohe Geschwindigkeiten.
  • Mit Hunden als Freizeitsport oder Rennen.

Ausrüstung:

  • Langlaufski oder spezielle Skijöring-Ski
  • Geschirr für Hund/Pferd
  • Sicherheitsleine

Skijöring in der Schweiz:

  • White Turf St. Moritz (Pferde-Skijöring)
  • Jura und Engadin für Hundeskijöring

Ursprung: Skijörning (auch Skijöring) hat seinen Ursprung in Skandinavien, besonders in Norwegen und Schweden, und ist eine Kombination aus Skifahren und dem Ziehen von Tieren (meistens Pferden oder Hunden). Die Wurzeln des Skijörning reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als es zunächst als eine praktische Fortbewegungsmethode in schneereichen Regionen verwendet wurde. Damals zogen oft Hunde oder Schlittenpferde Skifahrer durch den Schnee, insbesondere in ländlichen Gebieten, um schnell zwischen Dörfern oder von einer Stelle zur anderen zu reisen. In Norwegen war es auch eine Form der Jagd, bei der Jäger auf Skiern von ihren Hunden gezogen wurden. Im frühen 20. Jahrhundert wurde Skijörning zunehmend als Sport populär, besonders in Norwegen und Schweden. Der Sport entwickelte sich und wurde 1900 in Schweden erstmals als Wettkampf organisiert. Heute gibt es Skijörning-Wettkämpfe, bei denen ein Skifahrer von einem Pferd oder einem Hundeschlitten über eine bestimmte Strecke gezogen wird.

9. Snowkiting

Kitesurfen auf Schnee mit Skiern oder Snowboard. Perfekte Gebiete sind das Silvaplana-Gebiet (Engadin), wo der Malojawind ideale Bedingungen schafft, sowie das Simplon- oder Grimselgebiet.

Ursprung: Snowkiting hat seinen Ursprung in den 1980er Jahren, als es eine Weiterentwicklung des Kitesurfens war, das bereits in den 1970er Jahren begann. Die ersten Versuche, das Kiten auf Schnee zu übertragen, wurden von begeisterten Kitesurfern und Windsurfern gemacht, die in den Wintermonaten nach einer Möglichkeit suchten, ihre Sportart auch auf Schnee auszuüben. Die eigentliche Geburtsstunde des Snowkitens wird jedoch oft dem französischen Windsurfer Bruno Sroka zugeschrieben, der in den späten 1990er Jahren begann, Kites auf Schnee zu nutzen, um sich auf Skiern oder einem Snowboard fortzubewegen. Er trug massgeblich dazu bei, das Snowkiting populär zu machen und die ersten speziellen Kites für den Schnee zu entwickeln.

10. Trekking mit Pferden, Lamas, Yaks, Eseln

Vor allem in den Voralpen und im Wallis gibt es Trekkingangebote mit Lamas (Riederalp, Aletschgebiet) oder Yaks (bei Château-d'Oex). Auch Esel-Trekking wird immer populärer.

Ursprung: Der Ursprung des Lama-Trekkings liegt in den Anden in Südamerika, insbesondere in Peru und Bolivien. Lama-Trekking ist eine Form des Wanderns, bei der Lamas als Lasttiere eingesetzt werden, um Ausrüstung, Lebensmittel und andere Dinge zu transportieren. Lamas wurden bereits von den Inka und anderen indigenen Völkern der Anden als Lasttiere genutzt, um in den bergigen und oft schwer zugänglichen Regionen zu reisen. Sie sind ideal für diese Art von Arbeit, da sie an die rauen Bedingungen der Anden angepasst sind und sich gut in unwegsamem Gelände bewegen können. Lama-Trekking, wie es heute als touristische Aktivität bekannt ist, begann sich in den 1990er-Jahren zu entwickeln, als Touristen begannen, Trekkingtouren mit Lamas als Begleiter zu unternehmen. Heute ist es besonders in Regionen wie Cusco und Machu Picchu in Peru ein beliebtes Abenteuererlebnis, bei dem Lamas nicht nur als Transportmittel dienen, sondern auch eine wichtige kulturelle und ökologische Rolle spielen.

11. Orientierungslauf

OL ist in der Schweiz sehr populär, mit Wettkämpfen in Wäldern und alpinen Gebieten. Besonders bekannt ist der Swiss Orienteering Week, der jährlich an wechselnden Orten stattfindet.

Wie betreibt man es?

  • Man erhält eine Karte mit eingezeichneten Kontrollpunkten.
  • Ziel ist es, die Punkte in der richtigen Reihenfolge möglichst schnell zu finden.
  • Es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade und Formate (Sprint, Langdistanz, Nacht-OL).

Ausrüstung:

  • Kompass
  • OL-Karte
  • Laufbekleidung

Top-Events in der Schweiz:

  • Swiss Orienteering Week
  • Jura OL-Meisterschaften

Ursprung: Die Sportart entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts als Trainingsmethode für das schwedische Militär, um die Karten- und Navigationsfähigkeiten der Soldaten zu verbessern. Der erste offiziell dokumentierte Orientierungslauf fand 1897 in Norwegen statt, organisiert von einem norwegischen Militäroffizier.

12. Höhlenerkundung (Speläologie)

Beliebte Höhlen sind die Hölloch-Höhle im Muotathal, die Grotte aux Fées in St-Maurice oder die St. Beatus-Höhlen am Thunersee.

Wie betreibt man es?

  • Manche Höhlen sind leicht zugänglich und können ohne spezielle Ausrüstung begangen werden.
  • Anspruchsvollere Höhlen erfordern Seiltechniken, Kletterausrüstung und eine gute Orientierung.
  • In gefluteten Höhlen kann Tauchausrüstung nötig sein.

Ausrüstung:

  • Helm mit Stirnlampe
  • Klettergurt und Seile für Tiefenhöhlen
  • Schutzkleidung gegen Kälte und Feuchtigkeit
  • Handschuhe und Knieschützer

Höhlenerkundung in der Schweiz:

  • Hölloch (Muotathal): Über 200 km langes Höhlensystem – eines der grössten in Europa.
  • Grotte aux Fées (St-Maurice): Faszinierende Tropfsteinformationen.
  • St. Beatus-Höhlen (Thunersee): Halb touristisch erschlossen, aber auch für Abenteuer-Touren geeignet.
  • Réclère-Höhlen (Jura): Eindrucksvolle Tropfsteinhöhle mit geführten Touren.
     

Für Anfänger sind geführte Touren ratsam, z. B. mit "Höhlenverein Zürich" oder "Speleo-Secours Schweiz".

Ursprung: Die Speläologie (Höhlenforschung) hat ihren Ursprung bereits in der Antike, als Menschen Höhlen aus religiösen, wissenschaftlichen oder praktischen Gründen erkundeten. Als wissenschaftliche Disziplin entwickelte sie sich jedoch erst im 19. Jahrhundert.

13. Canicross

In der Westschweiz sehr beliebt, besonders in Jura und Waadtland. Es gibt Rennen und Trainingsgruppen, die Canicross mit Laufen oder Biken kombinieren.

Wie betreibt man es?

  • Der Hund trägt ein spezielles Zuggeschirr.
  • Der Läufer trägt einen Hüftgurt mit einer elastischen Leine, um ruckartige Bewegungen abzufedern.
  • Trainierte Hunde verstehen Kommandos wie „Go“, „Links“ oder „Rechts“.
  • Canicross kann als Training oder Wettkampf betrieben werden.

Ausrüstung:

  • Zuggeschirr für den Hund (z. B. von Non-Stop Dogwear oder ManMat)
  • Elastische Leine zur Verbindung
  • Gepolsterter Hüftgurt für den Läufer
  • Trailrunning-Schuhe mit gutem Grip

Canicross in der Schweiz:

  • Jura und Waadtland: Viele Canicross-Gruppen und Trainingsstrecken.
  • Region Neuenburg & Freiburg: Rennen und organisierte Trainings.
  • Alpencanicross-Events: Es gibt offizielle Rennen, besonders in der Westschweiz.

Ursprung: Canicross hat seinen Ursprung im Schlittenhundesport. Es entwickelte sich als Trainingsmethode für Schlittenhunde in den nordischen Ländern und in Nordamerika, besonders in Kanada und Alaska. Musher (Schlittenhundeführer) nutzten das Laufen mit ihren Hunden, um sie auch ausserhalb der Wintersaison fit zu halten.

Später verbreitete sich Canicross als eigenständige Sportart, besonders in Europa, wo es heute eine grosse Community gibt – vor allem in Ländern wie Frankreich, Grossbritannien und Deutschland.

Im nächsten Uto Magazin Ausgabe 3/25 wird Regula Wegmann über die Ursprünge der 10 SAC Disziplinen schreiben. Wenn ihr Anmerkungen oder Ergänzungen zu diesem Artikel habt, schreibt uns: redaktion@sac-uto.ch